Artikel mit den Schlagwort ‘Effekte’

Veröffentlicht von Lucas am 14. September 2009

Fotos und Gesichter – Face Match und Making Faces

Heute geht es um zwei Apps, die sich auf Gesichter und Fotos von Gesichtern spezialisiert haben. Die eine nennt sich Face Match, die andere heißt Making Faces. Beide sind grundverschieden! Gesichtserkennung ist heute fast schon “in”. Warum sonst hat Apple dann in iPhoto so eine Funktion eingebaut? Das Verzerren von Gesichtern ist zwar viel älter und technologisch weit weniger aufwendig, löst aber immer noch freudige Emotionen aus.

Face Match

Face MatchDieses leichtgwichtige (1,2 MB) Programm der Polar Bear Farm nutzt die Kapazitäten untätig herumstehender Server, um iPhone-Nutzern die Möglichkeit zu geben, auf ihrem etwas Ähnliches wie in iPhoto zu machen. Nämlich ein Foto mit darauf gut sichbarem Gesicht einer Person aufnehmen und dieses dann vollautomatisch den anderen Fotos der selben Person zuzuordnen. Skurril ist nur, wie falsch automatische Gesichtserkennung liegen kann – hier einige Beispiele von iPhoto.

Wie funktioniert Face Match? Zuerst einmal ist es wichtig, dass man einige Fotos einer Person hat, auf der diese verschiedene Gesichtsausdrücke zeigt. Die Fotos sollten aus ungefähr gleichem Abstand aufgenommen sein. Nach derAuswahl in Face Match kann man der Person auf den Fotos den richtigen Namen geben, Vorschläge werden aus dem Adressbuch angezeigt. Je mehr unterschiedliche Fotos zur Person gehören, desto leichter fällt es dem (entfernten) Programm, Gesichtskonturen mit Abweichungen zu erfassen und bringt es schließlich tatsächlich fertig, auch zu fragen: “Is this …?”. Solche kleinen Erfolge stellen sich bei noch mehr Fotos häufiger ein. Das Programm “lernt mit”.

Veröffentlicht von Lucas am 13. August 2009

Deep Green – “Delightful Design!”

Deep GreenDas mit Abstand schönste und beste Schachspiel im App Store ist meines Erachtens Deep Green. Viele Entwickler setzen in der Grafik gerne auf aufwändige 3D-Effekte, Figuren in Glas-Optik oder dreidimensionale drehbare Spielbretter. Doch all das muss nicht sein. Wie aufregend Schach in 2D sein kann, zeigt Deep Green.

Die Spieloberfläche ist im Style eines ziemlich alten Brettes mit elfenbeinfarbenen und schokoladenbraunen mit viel Liebe zum Detail gestalteten Figuren gehalten. Eben so ein Spiel, das man in Opas alter Komode findet. Der Entwickler von Cocoa Stuff hat unter der Haube mit der Chess Engine “Tiny” 4.0 von Scott Ludwig gebastelt. “Unter der Haube” kann man hier beim Wort nehmen. Denn wischt man einmal quer nach links übers Spielfeld entdeckt man kleine animierte Zahnrädchen, die wohl den “Denkprozess” des Prozessors darstellen sollen. Darüber werden die verlorenen Figuren geordnet angezeigt.

Der Computer kann als Gegner gewählt werden, ebenso spielt das iPhone auch gerne gegen sich selbst. Wer nun gegen wen antritt, lässt sich in den Einstellungen, über den [i]-Button erreichbar, genau festlegen. Auch der Schwierigkeitsgrad kann eingestellt werden, er geht von “Hase” (schnelle Reaktion, aber unüberlegt) bis “Schildkröte” (lange Wartezeiten, hier ist Köpfchen gefragt). Insgesamt sind zehn Schwierigkeitsgrade auswählbar. Ich bin zwar kein Schachexperte und verliere so gut wie jedes Spiel – sei es noch so einfach – doch die Durchdachtheit von Deep Green lässt einen immer wieder staunen. Es ist eine dieser Apps, von denen man einfach nicht genug bekommen kann. Die meisten Übergänge und Animationen sind allerdings nicht neu. Das Wackeln einer Figur, wenn man auf sie tippt (Drag and Drop ist übrigens auch möglich), kennst du schon von den Icons auf dem Springboard. Das “Herumdrehen” (Flippen) des Spielfeldes ist genauso eine der Core-Animationen wie das “Wegsliden”. Trotzdem fasziniert es mich immer wieder.