Artikel mit den Schlagwort ‘Berührung’

Veröffentlicht von Lucas am 20. August 2009

Resistive Touchscreens – Funktionsweise

Resistiver Touchscreen beim Nokia 5800 XpressMusicViele z.B. bei Windows Mobile-Geräten verbaute Bildschirme reagieren nicht auf Berührung, sondern auf Druck. Dabei ist es egal, ob man mit dem Finger, dem Finger im Handschuh oder einem Stylus (Eingabestift) auf das Display drückt. Mit allen Materialien ist die Reaktion gleich – abgesehen davon, dass mit einem Stylus eine präzisere Bedienung gewährleistet ist.

Diese druckempfindlichen Bildschirme werden auch resistive Touchscreens bezeichnet. Sie bestehen aus einer oberen und einer unteren resistiven Schicht. Im Grunde sind diese Schichten nur zwei elektrisch leitfähige Folien übereinander. Die Besonderheit: Beide Folien werden durch winzig kleine Space-Dots (Abstandshalter) getrennt. Wenn man eine Lupe nimmt und sehr genau hinschaut, kann man diese als schwarze Pünktchen wahrnehmen. Unter den beiden Schichten befindet sich das eigentliche Display.

Damit die Auswertungselektronik nun den Punkt errechnen kann, auf den man drückt, werden jeweils an gegenüberliegenden Rändern der oberen Folie Spannungen angelegt, die zur anderen Seite hin gleichmäßig abfällt. Beim Druck auf einen Punkt wird die Spannung von dieser Stelle auf die untere Folie weitergeleitet. So wird durch die Spannungshöhe die Koordinate der X-Achse des Druckpunktes ermittelt. Die Quer-Richtung (Y-Achse) des Druckpunktes wird ebenfalls durch eine Spannung ermittelt, allerdings ein paar Millisekunden später durch eine Spannung über die anderen beiden Ränder. Die Positionsbestimmung und der Wechsel der Spannung erfolgen so schnell, dass der Nutzer kurze Verzögerungen nicht mitbekommt. Scrollen ist dennoch nicht so leichtgängig wie beim kapazitiven Touchscreen.

Veröffentlicht von Lucas am 19. August 2009

Kapazitive Touchscreens – Funktionsweise

iPhone TouchscreenKapazitive Touchscreens kennen wir alle vom iPhone und iPod touch. Außer Apple verwenden auch andere Hersteller das kapazitive Verfahren, zum Beispiel beim G1 von HTC. Das Display reagiert nicht auf Druck, sondern ausschließlich auf Berührungen mit dem Finger. Der Nachteil ist also schon genannt: Im Winter kann man das Gerät mit Handschuhen nicht bedienen.

Dafür bieten kapazitive Touchscreens eine Menge Vorteile. Die Elektronik kann mehrere Berührungen erkennen und reagiert schneller, auch ist keine Kalibrierung erforderlich. Außerdem besteht die Oberfläche nicht aus biegsamem leicht verschleißenden Kunststoff, sondern meist aus einer soliden Glasplatte. Genau genommen sind es zwei Glasplatten. Sie sind mit einem mit Streifen aus transparentem (leitendem) Metalloxyd beschichtet, und zwar so, dass die gegeneinander versetzten Streifen Kreuzungspunkte bilden. Diese Punkte wirken wie Kondensator-Platten, weil die Metalloxyd-Streifen dort genau übereinander liegen.

An allen Streifen wird eine Spannung angelegt. An den Kreuzungen entstehen jetzt elektrische Felder. Da ein menschlicher Finger auch leitfähig ist, verändert er bei Berührung  der Kreuzungspunkte das dort entstandene elektrische Feld, was zu einer Änderung der Spannung am anderen Ende der X- und Y-Streifen führt. Die Auswertungselektronik misst die Ströme und errechnet daraus die Koordinaten des Berührungspunkts.