Ich finde, die App, in der ich katastrophensicher meine Reviews schreibe, ist doch auch einen Beitrag wert. Es ist Synotes. Vielleicht kennt ihr es schon, das Prinzip der großen, geräumigen Onlinewolke. Nutzer laden über ein Programm Daten auf einen Server irgendwo auf der Welt, und können mit jedem Gerät diese – egal wo – wieder abfragen und lokal speichern. Das ist enorm praktisch, falls das eigene Gerät den Geist aufgibt oder die Festplatte auf den Meeresboden sinkt oder ein LKW übers iPhone rollt. Wie schön, wenn man weiß, dass die Daten noch existieren, in dieser mysteriösen Wolke, einer Serverfarm. Dass auch diese beschädigt werden kann, darf natürlich niemand denken. Aber sicher ist sicher.
Nun sind ja Notizen nicht die Welt und so unheimlich wertvoll. Aber ich kenne es nur zu gut von nicht zuverlässigen Apps, dass man sich gerne nach einem Crash ärgern darf und die halbe Seite von vorne anfängt. Das Dilemma soll mit Synotes umgangen werden. Die App erlaubt es, Notizen zu verfassen und lädt sie beim speichern auf einen Server. Zuvor muss noch eine persönliche ID festgelegt werden, damit Synotes nicht durcheinander kommt. Das UI ist dabei so einfach wie möglich gehalten, ich fand mich sofort zurecht.
Dass Synotes nicht viel kann, keinen unnötigen Formatierungskram und sonstige Extras an Bord hat, macht es superschnell, auch der Upload dauert maximal drei bis vier Sekunden – und man ist auf der sicheren Seite. So genanntes Smart Sync synchronisiert nur, wenn sich etwas an der Notiz geändert hat. Wie von der nativen Notes.app gewohnt, lassen sich die Texte auch via Mail im Postfach sichern, was natürlich weniger komfortabel ist.
Synotes Notizen lassen sich auch in einer der iPhone App sehr ähnlichen Web App bearbeiten. Dabei wird die ganze Breite des Browserfensters ausgenutzt, die Benutzeroberfläche sieht fantastisch aus, ein Neuladen der Seite, wenn man zu einer anderen Notiz wechseln möchte, ist nicht notwendig, weil dahinter ziemlich viel Ajax steckt. Desweiteren erlaubt es die Web App, zusätzlich noch einen eigenen RSS-Feed zu generieren, der alle Notizen enthält. Oder man verstellt einfach ein bisschen an der Schriftgröße und -art, ganz nach Belieben. Einige Tastenkürzel machen einem das Leben leichter:
- S (wenn Cursor nicht in Textfeld) -> Notiz speichern
- N (wenn Cursor nicht in Textfeld) -> neue Notiz
- Delete oder D (wenn Cursor nicht in Textfeld) -> Notiz löschen
- Tab -> Zwischen Textfelden umschalten (funktioniert nicht in allen Browsern)
- O (wenn Cursor nicht in Textfeld) -> die Einstellungen
- Ctrl-Shift-L -> Logout
- Pfeiltaste unten -> nächste Notiz in der Liste
- oben -> voerherige Notiz in der Liste
- rechts -> von der Notiz zu den Icons und Infos wechseln
- links -> … und wieder zurück
Synotes
Hersteller: Syncode
Freigabe: 4+
Preis: 1.59 EUR Download


15:23 am 22. April 2010
Und: Unterschied bzw. Vorteile gegenüber Evernote?
13:14 am 8. Mai 2010
Moin
Ich habe nur gutes darüber gelesen, und teste sie auch mal. Schade nur, das es keine App für den Rechner gibt und man per Browser an seine ToDos muss..
13:41 am 9. Juni 2010
Ich hätte da eine Frage an einen Nutzer von Synotes: Wenn du einen recht langen Text hast und den wieder aufrufst, um weiteren Text hinzuzufügen, kannst du ans Ende der Notiz springen oder musst du mit dem Finger nach unten scrollen?