Veröffentlicht von Lucas am 13. Oktober 2009

Mac OS X fernsteuern – mit welcher App? – Teil 2

Hier geht’s zum ersten Teil »

RemoteTap

RemoteTapNun zum billigeren günstigeren Remote. Was hier für 3,99 Euro geboten wird, ist wirklich erstaunlich: Da RemoteTap sich ausschließlich auf Mac OS X beschränkt und nicht wie Jaadu ein Universalgenie ist, wurden hier auch die Mac-spezifischen Funktionen wie Apple Remote und Spaces perfekt integriert. Bei der Einrichtung wird einem durch einfaches Scannen der WLAN-Umgebung nach Rechnern viel Schreibarbeit erspart. RemoteTap muss zusätzlich ein Gegenstück auf dem Mac installiert haben. Dabei handelt es sich um ein Plugin für die Systemeinstellungen. Hier kann man sich das herunterladen. Die iPhone App scannt natürlich wie gesagt nur im WLAN. Wenn der Mac per Ethernet-Kabel verbunden ist, musst du manuell die IP-Adresse und Ethernet-ID eingeben. Letztere ist ein etwas schwierig aufzufinden: Gehe in die “Systemeinstellungen > Netzwerk > Ethernet (aus der Liste wählen) > Weitere Optionen … > Ethernet > Ethernet-ID” oder öffne den “System Profiler > Netzwerk”, wo du die Ethernet-ID ebenfalls ablesen kannst. Die ID besteht aus Kleinbuchstaben, Zahlen und Doppelpunkten.

RemoteTap - ToolTipsZur iPhone-App. Auf ersten Blick verwirren die ganzen Symbole am unteren Bildschirmrand ein wenig. Aber alle haben eine eindeutige Funktion und nach fünf Minuten Eingewöhnungszeit beherrscht man das schon blind. Der einzige Vergleichspunkt, bei dem RemoteTap zu Jaadu schlechter abschneidet ist wohl die die Übertragungsgeschwindigkeit. Es ruckelt weitaus mehr und die Bedienung der Maus ist nicht ganz zu meiner Zufriedenheit gelöst worden. Wie bei Jaadu wird der Mauszeiger nicht zusammen mit dem Bild übertragen sondern extra. Das ist der Grund, weshalb sich die Maus in Echtzeit bewegt, ein Fenster jedoch nicht. Tippst du einmal auf das Zeiger-Symbol unten links, wird die Maus weiß. So lässt sich einfach Text markieren oder ein Fenster verschieben (wenn der Zeiger schon auf eine Titelleiste gerichtet ist). Mit der “Hand” beim längeren Drücken des Symbols kann das Bild leichter gezoomt und verschoben werden, ohne dass man Gefahr läuft, irgendwohin zu klicken.

RemoteTap - Erweiterte TastaturRechts neben der Maus kommt das Tastatur-Symbol. Viele Tasten wie Command sind hinter dem “…” versteckt. Und für noch mehr und einen Ziffernblock tippt man auf das mittige Symbol mit den vier Rechtecken.

Richtig schnell kommt man mit der Anwendungsübersicht voran (Symbol sieht aus wie ein kleines Fenster). Es erscheint eine halbtransparente Liste mit gereade verwendeten Applikationen (“Running”), allen Apps im Dock (“Dock”) und überhaupt allen anderen, die man sonst nur über Spotlight, den Finder oder den Programme-Ordner im Dock aufrufen kann. Bei laufenden Apps sind daneben noch die orangenen und roten Punkte fürs Minimieren und Schließen. Also alles nur einen Fingertipp entfernt!

RemoteTap - Anwendungen

RemoteTap - SpacesWie schon erwähnt, kann RemoteTap perfekt mit Spaces umgehen. In der Übersicht werden die gewohnten blaugrauen Spaces dargestellt. Je nachdem, wie viele in den “Systemeinstellungen > Exposé & Spaces” hinzugefügt wurden, zeigt RemoteTap die selbe Anzahl. Leider ist für das Herumschieben von Fenstern in der Spaces-Ansicht nichts vorgesehen, dann muss man wieder den Umweg über eine Tastankombi gehen. Der Wechsel zwischen mehreren Bildschirmen ist ähnlich, in der Leiste unten einfach auf “Displays” tippen.

Allgemein gelobt wird die integrerte Apple Remote-Bedienoberfläche. Sie sieht so aus wie das Original, mit großer MENU-Taste und allem, was dazu gehört. Damit können die meisten Apple Remote-fähigen Programme wie z.B. Front Row, iTunes, Quick Time etc. angesteuert werden. Bei Filmen und Musikwiedergabe möchte man ja nicht immer den Play/Pause-Knopf mit der Maus suchen oder einfach schneller vorspulen.

RemoteTap - Front Row

Ist ein Element, auf das man gerne tippen möchte zu klein, hilft die Lupe weiter. Das ist so wie die Textvergrößerung auf dem iPhone. Man lässt den Finger ca. zwei Sekunden auf der Stelle und ein quadratischer Bereich wird vergrößert dargestellt. Nun kann man loslassen und bequem die Schaltfläche (oder was auch immer) treffen. Die Größ der Lupe kann übrigens in der Einstellungen.app angepasst werden.

Fazit: Dieses Powertool von ReadPixel legt einem alle für den ungestöreten Remote-Zugriff relevanten Funktionen direkt vor die Nase. Viele Menüs ersparen langes Scrollen und Zoomen. Das Audio-Streaming (aktiviere es über das Notensymbol), auf das ich noch gar nicht eingegangen bin, rauscht und ist daher nicht wirklich brauchbar – aber sinnvoll, um zu erfahren, was der Mac für Töne von sich gibt, wenn man mal drei Räume weiter ist.

RemoteTap - Audio StreamingNormalerweise wird einfach der Sound über das eingebaute Mikro aufgenommen und gestreamt- Ein Programm mit dem schönen Namen Soundflower kann dafür sorgen, dass jeder Sound, ausgehend von Programmen aller Art, übertragen wird. Also in CD-Qualität!

Alle Einstellungen sind in der Einstellungen.app verstaut, so wie es Apple gern hat, die Nutzer werden aber lange danach suchen. Ungünstig ist es auch, da man die App immer beenden muss, um kleine Feinjustierungen vorzunehmen (z.B. Audio Buffer, Lupengröße …) – sehr blöd. Insgesamt könnte das Bild schon schneller übertragen werden.

Bewertung

4,5 Sterne

Details

  • iTunes-Link: RemoteTap
  • Preis (Stand: 13.10.2009): 4,99 €
  • Sprache: Englisch
  • Verkäufer: Dirk Lembens
    © 2009 ReadPixel
  • Version: 3.5
  • Größe: 0.7 MB
  • Hersteller Website


2 Kommentare zu “Mac OS X fernsteuern – mit welcher App? – Teil 2”

  1. Tweets that mention Mac OS X fernsteuern – mit welcher App? – Teil 2 » Mehrspaßdennje -- Topsy.com
    14:55 am 14. Oktober 2009

    [...] This post was mentioned on Twitter by mehrspassdennje, Iteliup's NewsBot. Iteliup's NewsBot said: Mac OS X fernsteuern – mit welcher App? – Teil 2- Hier geht’s zum ersten Teil » RemoteTap Nun zum … http://bit.ly/pSG0b [...]

  2. iPhone defekt
    20:59 am 5. Dezember 2010

    Habe das App ausprobiert und muss sagen; wieder mal ein wirklich brauchbares App. Mitlerweile gab es auch einige Anpassungen und Verbesserungen und ich kann es wirklich nur weiterempfehlen!!

    Antworten

Schreibe einen Kommentar