Veröffentlicht von Lucas am 14. September 2009

Fotos und Gesichter – Face Match und Making Faces

Heute geht es um zwei Apps, die sich auf Gesichter und Fotos von Gesichtern spezialisiert haben. Die eine nennt sich Face Match, die andere heißt Making Faces. Beide sind grundverschieden! Gesichtserkennung ist heute fast schon “in”. Warum sonst hat Apple dann in iPhoto so eine Funktion eingebaut? Das Verzerren von Gesichtern ist zwar viel älter und technologisch weit weniger aufwendig, löst aber immer noch freudige Emotionen aus.

Face Match

Face MatchDieses leichtgwichtige (1,2 MB) Programm der Polar Bear Farm nutzt die Kapazitäten untätig herumstehender Server, um iPhone-Nutzern die Möglichkeit zu geben, auf ihrem etwas Ähnliches wie in iPhoto zu machen. Nämlich ein Foto mit darauf gut sichbarem Gesicht einer Person aufnehmen und dieses dann vollautomatisch den anderen Fotos der selben Person zuzuordnen. Skurril ist nur, wie falsch automatische Gesichtserkennung liegen kann – hier einige Beispiele von iPhoto.

Wie funktioniert Face Match? Zuerst einmal ist es wichtig, dass man einige Fotos einer Person hat, auf der diese verschiedene Gesichtsausdrücke zeigt. Die Fotos sollten aus ungefähr gleichem Abstand aufgenommen sein. Nach derAuswahl in Face Match kann man der Person auf den Fotos den richtigen Namen geben, Vorschläge werden aus dem Adressbuch angezeigt. Je mehr unterschiedliche Fotos zur Person gehören, desto leichter fällt es dem (entfernten) Programm, Gesichtskonturen mit Abweichungen zu erfassen und bringt es schließlich tatsächlich fertig, auch zu fragen: “Is this …?”. Solche kleinen Erfolge stellen sich bei noch mehr Fotos häufiger ein. Das Programm “lernt mit”.

Face Match auf den iPhone kann ohne Internetverbindung nichts machen. Nach einer kurzen Registrierung bzw. Anmeldung werden die Bilder zu zu allen Personen angezeigt. Nimmt man ein neues Foto auf, erkennt die serverseitige Software ein Gesicht oder mehrere (weiße Rahmen). Darauf kann man tippen, um einen Vorschlag (“Is this …?”) anzeigen zu lassen oder selbst einen Kontakt zuzuordnen, dann einfach auf “Unknown” tippen und den Namen eingeben. Fotos, in denen kein Gesicht erkannt wurde, können in Face Match nicht abgespeichert werden.

In Face Match steckt Potential, allerdings müsste an der Erkennung noch stark gebessert werden, damit es eine App des täglichen Gebrauchs wird. So, wie es jetzt ist, versteckt sich die Funktion noch hinter schönem Design. Im Gegensatz zu iPhoto erkennt Face Match keine Gesichter, wo auch keine sind – zu oft erkennt es einfach gar nichts!

Bewertung

3,5 Sterne

Details

Making Faces

Making FacesEin Gesicht individuell verzerren muss nicht schwer sein und auch keine Photoshop-Kenntnisse voraussetzen. Das zeigt Making Faces, mit intuitiver Bedienoberfläche.

Wie immer, wählt man ein Foto oder schießt gleich ein neues. Dann sucht man anhand der – etwas klein geratenen – aber treffbaren Symbole einen Effekt aus. Ein gestrichelter Bereich erscheint im Bild, der nun per Pinzettengriff vergrößert, verkleinert und mit einem Finger verschoben werden kann.

Dabei kommen alle möglichen komischen Gesichtskreationen heraus, erst recht, wenn man mehrere Effekte kombiniert. Das Foto kann gespeichert werden, Effekte können ebenso als Vorlage gespeichert werden. Das “Augen”-Symbol blendet das User Interface aus, über das “Video”-Symbol kann man in Dauerschleife die Effekte wie im Film langsam anwenden und wieder entfernen lassen – sozusagen ein Vorher/Nachher-Vergleich.

Spielereien wie Making Faces werden einfach niemals langweilig! Aber für fünf Sterne zu wenige Effekte.

Bewertung

4 Sterne

Details

  • iTunes-Link: Making Faces
  • Preis (Stand: 14.09.2009): 0,79 €
  • Sprache: Englisch
  • Verkäufer: MetaTools, Inc.
    © 2009 MetaTools, Inc. All Rights Reserved.
  • Version: 1.0.0
  • Größe: 0.7 MB
  • Hersteller-Website

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