Veröffentlicht von Lucas am 2. September 2009

Ramp Champ – hier spielt die Musik

Ramp ChampDie Idee hinter Ramp Champ ist keineswegs neu. Sie wurde nur neu interpretiert. Aber revolutionär ist an dem Spiel nichts. So scheint es jedenfalls, wenn man das Spielprinzip kurz betrachtet: Es geht darum, mit einem Ball Ziele abzuwerfen, so, wie wir das bestimmt alle einmal auf dem Jahrmarkt gemacht haben. An solchen Ständen kauftman Lose, für jeden Wurf eines. Trifft man ein bestimmtes Ziel oder mehrere, gabt’s einen Preis – vielmehr Sachpreis, denn Geld wird ja nicht wieder ausgezahlt. Oft sind das dann billige Plüschtiere oder andere Chinawaren, die niemand braucht.

In Ramp Champ stimmt die klassische Clownsmusik schon im Hauptmenü ein. Das Spiel ist nicht nur visuell, sondern auch soundtechnisch durchdacht. Zu jedem Level wird die Menümusik ausgeblendet, dafür beginnt eine andere passende. Das macht dieses mehr oder weniger unspektaküläre Spielprinzip immer wieder interessant. Die Level ähneln sich untereinander so gut wie gar nicht, man könnte denken es seien komplett verschiedene Spiele. Doch die Steuerung bleibt gleich.

Es geht hier ein bisschen wie bei Paper Toss (iTunes-Link) zu. Paper Toss kennst du vielleicht, dieses relativ sinnfreie aber amüsante Spielchen, wo man per Fingerstreich Papierbällchen in den Papierkorb werfen soll. In Ramp Champ bewegen sich die Ziele häufig, das macht es nicht gerade einfach. Man berührt den Bildschirm am unteren Rand und wischt mit einem Finger nach oben. Plötzlich wird aus dem Nichts ein Ball erscheinen und ein Ziel wegdrücken – oder verfehlen. Man zielt mit der Richtung, in die man den Finger bewegt. Langsamere Bewegungen bewirken einen kürzeren Wurf. Nach jedem Wurf erhält man neue Lose, dargestellt durch eine weitere hübsche Animation. Und oben rechts  ist der kleine Button Goals: Hier steht, welche Herausforderungen noch zu meistern sind, z.B. “Catch all three fish”. Sind alle abgeschlossen, gewinnt man einen der zahlreichen Trphäen und kann sich bei genügend Punkten einen virtuelen Preis unter Redeem aussuchen. Für die richtige Musik zu jedem Menüpunkt haben sich die Sound Designer bemüht.

Nun zu einem integrierten “Feature”, bei dem jeder für sich entscheiden kann, ob er es hassen oder lieben sollte. Ich spreche von der In-App-Purchase Funktion. Bei Ramp Champ erlaubt sie es, über den iTunes-Account einfach neue Level hinzuzukaufen. Insofern ist Ramp Champ nach dem Kauf nur eine zweidrittel Vollversion? Mich würde es einmal interessieren, ob solche In-App-Käufe sehr profitabel sind. Immerhin hat der Konsument die Möglichkeit, dass Spiel durchzuspielen und sich dann zu überlegen, ob er für mehr Level noch etwas drauf zaheln möchte.

Mein Fazit: Ramp Champ sieht genial aus (waren ja auch Profis am Werk), stürzt aber ab und zu ab. Als Gelegenheitszocker kann man das jedoch verschmerzen. Eine bunte Mixtur an Sounds zu jedem Menüpunkt und Level geben der Sache noch das gewisse Etwas. Man fühlt sich tatsächlich ein bisschen wie auf dem Jahrmarkt.

Bewertung

5 Sterne

Details

  • iTunes-Link: Ramp Champ
  • Preis (Stand: 02.09.2009): 1,59 €
  • Sprache: Englisch
  • Verkäufer: The Iconfactory
    © 2009, The Iconfactory and DS MediaLabs
  • Version: 1.0
  • Größe: 21.5 MB
  • Hersteller-Website

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