Veröffentlicht von Lucas am 29. August 2009

Inkvaders – wenn sich Zeichnungen bewegen

InkvadersLustige stilisierte comicartige Grafik und schön blutige Effekte lassen die Herzen aller Grusel-Fans bei Inkvaders schneller schlagen. Chillingo hat das Shooter-Spielchen leicht überschaubar und doch aufwendig in Szene gesetzt. Mit einer Handvoll Sätzen ist schon alles gesagt, was man wissen muss, um den ersten grün-glitschigen Aliens ein Loch in den Kopf zu schießen. So viel Spaß hat sinnlose Gewalt auf dem iPhone/iPod touch selten gemacht!

Alle Figuren sollen so aussehen, als wären sie auf einem Notizblock erstellt, ausgeschnitten und in die Umgebung gestellt worden. Kein Objekt wird dabei wirklich “sauber” dargestellt, immer ist scheinbar ein kleiner Rest Papier übrig. Damit dieses Gefühl, man starre nur auf einen Block, noch verstärkt wird, huscht ein virtueller Finger immer wieder über den Bildschirm – sei es, um “umzublättern” oder nur die zermatschten Überreste der eigenen Figur wegzuräumen.

Ja, die Aliens sind mindestens genauso fies wie dieser kleine Mann mit der großen Kanone. Kommen sie ihm zu nahe, wird es kritisch. Blitze durchzucken ihn dann, und der Lebensbalken (der rote oben links) schrumpft. Unter dem roten Balken ist noch ein blauer. Unser Männchen hat so einen aufgemalten Raketenrucksack. Das Blaue ist deshalb etwas die der Treibstoff. Keiner mehr da, kein Ausweichen mehr möglich.

Um der knapper werdenen Munition vorzubeugen, sind in allen Levels Automaten aufgestellt (sehen fast ein bisschen aus wie Snackautomaten), wo der Spieler auch neue Waffen kaufen kann. Das Alles ist aber nicht umsonst. Deine Geldmenge steigt mit der Anzahl der zerschossenen Aliens und eingesammelten bunten Steinchen, die durch die Gegend schwirren oder einfach nur dahängen.

Man ahnt bei Inkvaders zuerst nichts Böses, aber fliegende blutige Leichenteile sind nichts für schwache Nerven, auch wenn sie nur gezeichnet sind und nicht im Entferntesten realistisch aussehen. Lustig, großes Waffenarsenal und ein netter Zeitvertreib ist das Spiel schon, auch wenn man Kopfstand macht, denn die Steuerung kommt ganz ohne Accelerometer aus.

Das bringen kommende Versionen von Inkvaders:

Version 1.1:

  • Bild passt sich der Lage des Geräts an
  • Man muss nicht mehr von vorne beginnen, wenn man es nicht geschafft hat und die Figur gekillt wurde – stattdessen wird beim letzten Level fortgefahren
  • Mehr Munition aus dem Automaten und verbesserte Darstellung der Waffen darin

Und in Version 1.2 (in Entwicklung) verspricht Chillingo:

  • Online-Ranglisten
  • Achievements
  • Challenge-Modus

Version 1.3 und spätere:

  • Neue Waffen, Feinde, Level
  • Kämpfen während man fliegt
  • uvm.

Das hört sich doch soweit ganz vielversprechend an. Dann wäre auch das Problem beseitig, dass die Story recht eintönig bis jetzt ist – Inkvaders ist ein Spiel, bei dem man die eigene Denkleistung auf ein Minimum reduziert, ein Spiel eben, dass schnell auf dem Weg zur nächsten Haltestelle gezockt wird. Einige dieser geplanten Verbesserungen wurden sicherlich den Rezensionen im App Store entnommen, was wohl ein Indiz dafür ist, dass den Entwicklern die Meinungen ihrer Kunden nicht egal sind. Das gibt von mir ein dickes Plus!

Bewertung

5 Sterne

Details

  • iTunes-Link: Inkvaders
  • Preis (Stand: 29.08.2009): 0,79 €
  • Sprache: Englisch
  • Verkäufer: Chillingo Ltd
    © Games Faction Ltd
  • Version: 1.0
  • Größe: 18.9
  • Hersteller-Website


2 Kommentare zu “Inkvaders – wenn sich Zeichnungen bewegen”

  1. Bralo
    17:33 am 28. Dezember 2009

    Super gemacht. Klasse. Kann man sich richtig drin verlieren. Freunde von mir sind Illustratoren, die sollten ihren tollen Bildern vielleicht auch mal Beine machen… ;-)

    Antworten

  2. Stefan
    13:46 am 1. Juni 2010

    Respekt, da kann wirklich jemand zeichnen. Die Glaskugel auf dem Kopf des Männchen im letzten Film bekommt von mit 10 points….

    Antworten

Schreibe einen Kommentar