Veröffentlicht von Lucas am 19. August 2009

Kapazitive Touchscreens – Funktionsweise

iPhone TouchscreenKapazitive Touchscreens kennen wir alle vom iPhone und iPod touch. Außer Apple verwenden auch andere Hersteller das kapazitive Verfahren, zum Beispiel beim G1 von HTC. Das Display reagiert nicht auf Druck, sondern ausschließlich auf Berührungen mit dem Finger. Der Nachteil ist also schon genannt: Im Winter kann man das Gerät mit Handschuhen nicht bedienen.

Dafür bieten kapazitive Touchscreens eine Menge Vorteile. Die Elektronik kann mehrere Berührungen erkennen und reagiert schneller, auch ist keine Kalibrierung erforderlich. Außerdem besteht die Oberfläche nicht aus biegsamem leicht verschleißenden Kunststoff, sondern meist aus einer soliden Glasplatte. Genau genommen sind es zwei Glasplatten. Sie sind mit einem mit Streifen aus transparentem (leitendem) Metalloxyd beschichtet, und zwar so, dass die gegeneinander versetzten Streifen Kreuzungspunkte bilden. Diese Punkte wirken wie Kondensator-Platten, weil die Metalloxyd-Streifen dort genau übereinander liegen.

An allen Streifen wird eine Spannung angelegt. An den Kreuzungen entstehen jetzt elektrische Felder. Da ein menschlicher Finger auch leitfähig ist, verändert er bei Berührung  der Kreuzungspunkte das dort entstandene elektrische Feld, was zu einer Änderung der Spannung am anderen Ende der X- und Y-Streifen führt. Die Auswertungselektronik misst die Ströme und errechnet daraus die Koordinaten des Berührungspunkts.


4 Kommentare zu “Kapazitive Touchscreens – Funktionsweise”

  1. Benny Samir
    20:31 am 10. Februar 2010

    Dass das iPhone eimen kapatitiven Touchscreen verwendet ist richtig, deine Erklärung bezieht sich aber auf Resistive Touchscreens. Diese arbeiten mit den zwei Schichten und arbeiten druckempfindlich.
    Das iPhone arbeitet ohne druck also mit kapatitiven Touchscreen. Hier bei wird ein Spannungsfeld erzeugt. Berührt man das display, springt ein teil der spanung in den finger über wodurch sich die spannung ändert. diese änderung rechnet ein controler in koordinaten um. Deshalb funktioniert das iphone nur mit nackten finger, da stifte nicht leiten.

    Die Bildüberschrift ist also auch falsch, aber ich denke mal dass du das nicht erstellt hast, da es in englisch ist.

    Hier ein Link dazu:
    http://www.medien.ifi.lmu.de/lehre/ws0607/mmi1/essays/Susanne-Keck.xhtml

    Grüße Benny Samir

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  2. ich
    12:07 am 29. April 2010

    das stimmt, du hast einen falschen beitrag angegeben
    in zukunft achte auf deine beiträge

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  3. touchscreen defekt
    23:28 am 9. Dezember 2010

    Echt die beste Technologie für Touchscreen, die exisitiert. Der einzige Nachteil dabei ist, das dieser nur mit organischen Substanzen bedient werden kann. Wenn jemand zum Beispiel eine Protese hat, so kann er den Touch nicht bedienen…

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  4. Nachleser
    03:28 am 12. Februar 2012

    Der Artikel ist richtig!
    Wer sich mal 2 Minuten Zeit genommen hat, sich mit dem Thema zu beschäftigen, wird schnell feststellen, dass es zwei Arten gibt, ein kapazitives touchscreen zu bauen. Die verwendung zweier Schichten, die aus leitfähigen Streifen bestehen, und rechtwinklig zueinander angebracht werden, ist in diesem Beitrag bereits beschrieben. Auf diese Weise hat es Apple eben umgesetzt und so ist es auch in deren Patent beschrieben.
    Bei der anderen Umsetzung wird ein Glassubstrat mit einem Leiter beschichtet und an allen Ecken eine Spannung angelegt. Ausführlicher Beschrieben wird das in dem bereits im Kommentar verlinktem Dokument, so genau will ich auch darauf nicht eingehen.
    Der Springende Punkt ist, dass beide Umsetzungen kapazitive Touchscreens beschreiben. Sie beruhen beide auf dem Prinzip der Spannungsänderung eines Leiters (Finger) auf der Äußeren Schicht und haben auch sonst die gleichen Eigenswchaften.
    Bevor man also gleich drauflos nörgelt, sollte man sich erstmal vollständig informieren.
    Ist zwar nen alter Beitrag, aber das wollte ich loswerden.

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