Veröffentlicht von Lucas am 14. August 2009

8 QR Code Reader im Test

QR CodeJa, die Suche nach einem funktionierendem QR Code Reader war nicht leicht. Ganze acht (und mehr) Applikationen werden im App Store für lau angeboten. Ich habe mir folgende heruntergeladen: ScanMee, QR app, Barcode, UpCode, 2D Sense, BeeTagg, Strichcodes und iDecode.

Unter qrcode.kaywa.com gibt es einen QR Code Generator. Meinen Code habe ich mit sämtlichen Apps abgelichtet, nicht alle kamen zum selben Ergebnis. Manche Apps stürzten schnell ab, andere decodierten einfach gar nichts. Bei unterschiedlichen Entfernungen wurden nun die Apps getestet und mussten unter Beweis stellen, ob sie wirklich das leisten, was die Beschreibungen versprechend. Meistens ist es ja so, dass man unterwegs auf Briefen, Plakaten oder sonstigen öffentlichen Aushängen diese merkwürdigen schwarz-weißen Pixelgrafiken sieht.

QR-Codes sind das Mittel der Zukunft um Printmedien und andere Objekte der realen Welt mit dem mobilen Internet in unmittelbare Verbindung zu bringen. Derzeit im Westen noch wenig verbreitet , werden wir die eigenartigen Quadrate bald in Zeitungen, Plakatwänden und auch in der Vorlesung antreffen. – TU Graz

Wenn man diese Codes mit einem Programm scannt und zu entschlüsseln versucht, können aus der Anordnung der schwarzen Punkte Daten entnommen werden. Genaueres dazu findest du zum Beispiel bei Wikipedia.

In Japan sind QR Codes zur Zeit sehr in Mode, deshalb dachte ich mir, es muss doch wenigstens eine App geben, die zum Scannen in Frage kommt. Was soll also der perfekte QR Code Reader können? Auf jeden Fall auch kleinere Codes erkennen, bereits gespeicherte Fotos (mit Codes) auslesen können, eine intuitive Bedienoberfläche bieten und stabil laufen.

Zuerst fliegen aus meiner Liste QR app (iTunes-Link) und UpCode (iTunes-Link). Sie öffnen ohne zu fragen sofort Safari – doch will man überhaupt gleich die ganze Website anzeigen? Nein, erst möchte ich sehen, auf welche URL ich geleitet werden soll.

Desweitern nur bedingt zu gebrauchen ist 2D Sense (iTunes-Link). Hier wird der Code zwar häufig richtig erkannt, doch gibt es keinen ersichtlichen Button, über den man eine URL öffnen kann (vielleicht hab ich ihn auch nur übersehen).

iDecode (iTunes-Link) kann auch kleinere Codes und neben QR Codes auch Data Matrices erkennen. Die App ist sehr minimalistisch gehalten, erledigt aber ihren Job mit einigen Abstürzen.

ScanMee (iTunes-Link) kann im Gegensatz zu iDecode nur QR Codes auslesen, dafür darf man aber nach dem Schnappschuss noch ein bisschen zoomen, damit das Decodieren leichter fällt. So haben iDecode und ScanMee – wenn man sie vergleicht – genau einen Nachteil: Keine Bilder aus der Galerie.

Strichcodes (oder Barcodes – iTunes-Link) überzeugt als einzige App vor allem, da sie auch wirklich komplett in deutscher Sprache in den App Store DE gelangt ist.Die Anwendung erkennt auch winzig kleine Codes undlegt dabei zur besseren Visualisierung kleine grüne Markierungen auf die drei bzw. vier Quadrate in den Ecken, die für QR Codes typische Merkmale sind. Wurde eine URL erkannt, kann die Seite direkt über den Button „Öffnen“ in Safari betrachtet werden. Telefonnummern können direkt angerufen und Texte sofort gelesen werden. Das Scannen eines Bildes aus der Fotogalerie wird einfach ermöglicht. Dazu tippt man auf Abbrechen und sucht entweder auf dem Film oder in den Fotoalben. Im Scan Archiv werden entschlüsselte Codes praktischerweise gespeichert.

BeeTagg (iTunes-Link) hat zwar mit kleineren Codes keine Probleme, doch da Bewegen und Skalieren nicht erlaubt ist, können weit entfernte Codes nicht herangezoomt werden. Mit größeren Codes aus der Galerie gibt es kleinere Erkennungsschwierigkeiten, wahrscheinlich wird immer ein kleiner Rand eingeplant. Tolles Feature von BeeTagg ist der integrierte Browser. An sich nichts besonderes, doch bei QR Code Readern scheint es eher die Ausnahme zu sein. Es ist viel entspannender, nicht extra Safari zu launchen, um dann zur App zurückkehren zu müssen. Selbstverständlich bietet BeeTagg noch eine Verknüpfung zu Safari. Save to Favorites legt den Code mit einer selbstgewählten Beschreibung, allen Details und einer kleinen Miniaturansicht in eine Favoritenliste.

Bei Barcode (iTunes-Link) muss der Anwender den Code per Pinzettengriff in die Mitte des roten Rahmens bugsieren. Sehr nah heranzoomen geht leider nicht. Ich würde Barcode nur für Entfernungen von maximal 60 cm verwenden. Einen Vorteil gegenüber allen anderen Apps hat Barcode aber dennoch: Der Text, die URL, Telefonnummer oder SMS werden in einem Textfeld präsentiert. Copy&Paste ist also möglich! Wer nicht gerne kopiert, kann über das Export-Symbol ganz rechts unten mit den Informationen zu den verschiedenen Apps wie Mail, Safari, Telefon oder Nachrichten springen.

Wie du jetzt sicherlich erkannt hast, existieren gravierende Unterschiede zwischen all diesen kostenlosen Apps zum selben Verwendungszweck. Am Ende lag die Entscheidung zwischen Strichcodes und BeeTagg. Letztendlich sind beide auf meinem Home-Bildschirm geblieben.


3 Kommentare zu “8 QR Code Reader im Test”

  1. iPhone, Video, Foto und Apps | macforlife - think different? be different!
    11:43 am 23. August 2009

    [...] … gibt es wie Sand am Meer. Ich hatte darüber vor einer Woche auf Mehrspassdennje.com einen ausführlichen Artikel verfasst und dabei 8 Apps [...]

  2. QR Code Button
    21:07 am 29. August 2010

    Sehr guter Artikel. Es ist schwer einen guten QR Code reader für das iPhone zufinden. Die kostenlosen sind langsam in der erkennung. Vielleicht macht man mal eine Top 10 Liste mit den schnellsten QR App.
    Vom App start bis zur ausgabe der Information die hinter dem QR code steht. Das wär mal was.
    Es gibt jetzt auch eine QR Code Button für die eigende Seite ich hab mir den Button auf meinem Blog eingebaut. Erst mal zum testen. Aber glaub ich lass ihn drauf. Den Button gibt es auf http://oneurl.de/
    mfg Nils

    Antworten

  3. Alte QR-Codes erfinden E-Commerce neu – Namics Weblog
    12:02 am 19. April 2012

    [...] das Scanning benötigen Kunden lediglich ein Smartphone mit integrierter Kamera und die vorgängige Installation einer  Scanning App. Damit die Weiterleitung vom Scanning Prozess zum Angebot (=Aufruf einer eindeutigen URL) [...]

Schreibe einen Kommentar