Real Racing soll eines der realistischsten Autorennspiele auf dem iPhone und iPod touch sein und ist momentan für rund acht Euro zu haben. Im Preis mit inbegriffen sind ein dutzend verschiedene Strecken, jede mit einem ganz eigenen Charakter, und dazu noch ein paar verschiedene Wagen. Zählt man die Farbvarianten der Autos mit, sind es genau 36 Stück, jeweils zwölf einer Klasse: Hatch, Sedan und Muscle. Im Prinzip liegt nur hier ein Unterschied vor, d.h. das Fahrverhalten von Autos einer Klasse differenziert zueinander kaum.
Die Fahrzeuge
Jede Fahrzeugklasse hat also ihre Eigenarten. Leider ist das Spiel noch nicht in unsere Sprache übersetzt worden, daher hier nochmal die Details:
- Hatch: Kleinwagen à la Kombi mit ein bisschen Stufenheck. Die Höchstgeschwindigkeit liegt niedrig, das Auto beschleunigt in sehr kurzer Zeit und ist am besten für kurvige Strecken geeignet.
- Sedan: Mit einer mittelmäßigen Höchstgeschwindigkeit kommt hier ein bisschen mehr Profi-Feeling auf. Vielleicht durch das eckige Lenkrad, vielleicht auch, weil wir diese Art von Limousinen von der bekannten DTM kennen. Solche Autos kommen nicht ganz so schnell auf Touren wie die Kleinwagen und haben einen etwas größeren Wendekreis.
- Muscle: Hier stecken besonders viele kW drin. Muscle-Cars errreichen hohe Geschwindigkeiten, sind aber relativ träge, was Beschleunigung und Manövrierfähigkeit angeht.
Ein großes Plus für alle Bleifußfahrer ist: In den Einstellungen kann man eine Steureung wählen, bei der automatisch beschleunigt wird. Bei der Auswahl des Rennwagens ist es dann möglich, einen sogenannten “Break Assist” (Bremsassistenten) stufenlos anzupassen. Dann musst du noch nicht einmal selber bremsen. Ich empfehle aber, nicht die volle Kontrolle dem Spiel zu überlassen, manchmal will und muss man etwas auf die Tube drücken und es wäre hinderlich, immer abgebremst zu werden.
Die Strecken
Von der “Liebe zum Detail” ist bei den Strecken wie auch bei den markenlosen Rennwagen weniger zu sehen als bei Need For Speed. Schön ist zwar, dass Höhenunterschiede integriert wurden, aber Antialiasing ist scheinbar nicht wirklich beachtet worden. Kurven entstehen durch meherere aneinander gereihte viereckige “Fahrbahnteile”.
Im Quick Race- oder Time Trial-Modus lässt sich schön durch bereits freigeschaltete Strecken scrollen. Insgesamt sind es zwölf, alle in verschiedenen Längen, Schwierigkeiten und Umgebungen inklusive Zuschauertribünen. Quick Race bedeutet, dass du dir aus allen verfügbaren Strecken und Wagen dein Lieblingsrennen zusammenstellen kannst. Leider kann nirgendwo eingestellt werden, wieviele Gegner antreten sollen, nur ob überhaupt. In Time Trial kannst du neue Rekorde einfahren.
Los geht’s!
Alles fängt mit dem eher ungewöhnlichen und sehr kreativen Menü an. Am besten, du beginnst mit einer Karriere über den Menüpunkt “Career”. Anschließend werden alle Meisterschaften aufgelistet, die du bestreiten kannst. Jede Meisterschaft kann in drei Schwierigkeitsgraden (Divisions) A, B oder C durchgeführt werden und besteht aus drei Rennen. Zwischendurch kommen drei Qualifikationsrennen, wo man gegen die Zeit fährt und eine neue Fahrzeugklasse freischalten kann. Das System ist insgesamt sehr übersichtlich und Challenge-Logos erleichtern die Orientierung.
Eine Meisterschaft beginnt so: Drauftippen, “Enter Evenet”, Division wählen, dann das Auto (Bremsassistenten nebenbei einstellen) und schließlich “Start Race” wählen. Schon bist du mitten im Geschehen. Tippst du obene rechts, ändert sich die Perspektive von Cockpit zu Heckansicht und umgekehrt. Am meisten Spaß macht jedoch das Fahren mit der standardmäßig aktivierten Cockpit-Perspektive. So kommt auch das Gefühl von Geschwindigkeit besser auf. Möglicherweise wird dir dein Wagen aus der Heckansicht etwas schwerfällig vorkommen. Zurückschauen geht übrigens auch, dazu tippt man oben auf die Bildschrimmitte. Das Pausemenü ist oben rechts und die Bremse betätigt man über den Rest des Touchscreens.
Beim Anfahren sollte man auf seine Gegner Acht geben. Jedes Auto, was sich noch auf der Strecke befindet, hat seinen ganz “persönlichen” Fahrstil und mag es überhaupt nicht, wenn man hinten rein fährt. Es kann also vorkommen, dass man plötzlich auf dem Grünstreifen landet, weil jemand unbedingt vorbei wollte.
Zum Rennen ertönt manchmal nervtötende Hard Rock-Musik, aber das lässt sich ja zum Glück abstellen.
Seinen Ruhm verdankt Real Reacing – wie kann es anders sein – nicht nur der Grafik, sondern eher wegen der realistischen Steuerung. Zurzeit ist z.B. kein anderes Game im App Store zu finden, bei dem sich die Fahrgeräusche mit wechselndem Belag (Asphalt oder Sand) ändern.
Real Racing kann noch mehr: Tippe auf “Connect” und verbinde dich mit einem Spieler im selben lokalen Netzwerk oder fahre Meisterschaften online.
Cloudcell Sync
Über den/die Server von Cloudcell können alle Einstellungen und Spielstände übers Internet synchronisiert werden. Man erhält ein Online-Profil, das mit der UDID deines Gerätes verknüpft wird. In der Ecke oben rechts ist der “Sync”-Button. In den Einstellungen kannst du dein iPhone oder iPod touch von dem Profil trennen (“Unlink”). Warum ist diese Synchronisierung sinnvoll? Wenn alle Daten flöten gehen, kann nachher dort weitergespielt werden, wo man zuletzt war. Wenn dein iPhone ins Wasser fällt, bringt dir das aber auch nichts mehr.
Interessant ist diese Seite von Cloudcell. Dort kann man sich alle Tabellen, Ränge und Spieler genau ansehen. Einige Bestzeiten können sogar als Replay angesehen werden.
Hier noch ein Video mit Kommentar von iPhoneBlog.de:
Bewertung

Details
- iTunes-Link: Real Racing
- Preis (Stand: 16.06.2009): 7,99 €
- Sprache: Englisch
- Verkäufer: ndWare Pty Ltd
© 2009 Firemint. All Rights Reserved - Version: 1.00
- Größe: 63.2 MB
- Hersteller Website


20:28 am 16. Juni 2009
Deine Reviews sind einfach hervorragend geschrieben. Ich werde mir das Spiel wahrscheinlich gleich kaufen. Sehr beeindruckend das ganze.
18:14 am 24. April 2011
Mein Kind liebt dieses Spiel, er “entwendet” mir immer das Telefon.
09:29 am 24. Mai 2011
Liebe Romy, mir geht es genauso. Ich muß schon ein Zeitlimit setzen.